xyz is a German manufacturer of cement mixers and building machinery, and also a manufacturer of woodworking machinery. xyz products are designed in Germany and made in China.
Dann die deutsche Version dieses Absatzes:
Die xyz GmbH mit Hauptsitz im schwäbischen abc im Landkreis def ist ein Produktions- und Handelsunternehmen für
stationäre und halbstationäre Holzbearbeitungsmaschinen, Brennholzmaschinen, Gartengeräte, Werkstattmaschinen,
Druckluftgeräte, Generatoren und Baumaschinen. Weltweit existieren vier Standorte.
Aha, bemerkenswert diese Veränderung. Bemerkenswert ist auch, was auf dem Handbuch eines Produkts von xyz steht: Made in "P.R.C.".
Ich finde das nicht fair ... gegenüber China. Ja genau. Die "Peoples Republic of China" stellt mittlerweile dermaßen viele Produkte her und hat einen gigantischen Anteil am Weltmarkt, und eine deutsche Traditionsfirma schämt sich ein "Made in China" draufzuschreiben und das auch in der deutschen Wikipedia zu hinterlegen. Es hat auch überhaupt keinen Wert m.E. hier politische Reglementierungen einzufordern. Das Problem ist vielmehr, dass eine bigotte Moral herrscht. Es wird preiswert produziert und man spricht nicht gerne darüber, wo. Die Chinesen die ich kenne sind freundliche und fleißige Leute und ich bin froh, dass viele asiatische Gewohnheiten auch hier Einzug gehalten haben. Chinesen haben die USA mit aufgebaut und sind uns in vielfacher Hinsicht überlegen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie nicht diesen pathologischen Individualismus betrieben, sondern - zugegebenermaßen übertrieben in die andere Richtung - das Kollektiv schätzen. Seien wir ehrlich. Ist der aus der Mode gekommene Begriff "Reich der Mitte" nicht aussagekräftig genug hinsichtlich der Bedeutung? Und wieviele tausend Jahre existiert nochmal dort etwas wie "Kultur" verglichen mit unserer Hemisphäre? Nicht, dass ich davon ausgehe, dass eine lange Existenz Relevanz produziert. Aber zumindest zeigt sie, dass die dort gelebten Verfahren von großer Dauer sind! Hierfür gibt es einen aktuellen Gegenbeweis auf der von uns aus gesehenden anderen Seite des Atlantiks.
Mir liegt übrigens überhaupt nichts daran, Einzelne zu "bashen", noch nicht mal die führenden Despoten unserer Zeit, sei es nun P, T, E, M oder O. (Nicht Genannte mögen sich einreihen ^^) Daher nenne ich die Firma nicht. Wen es interessiert und wer ein wenig stöbert, der wird das eh ruckzuck herausfinden. Dieses herablassende sich austoben über diesen oder jenen bringt uns nicht weiter. Es geht ums große Ganze. Wenn wir das nicht bald verstehen, wird die Klimakrise noch unser kleinstes Problem sein, außer dort wo es wirklich "abgeht".
Was wir brauchen ist eine globale Ethik außerhalb der Religionen. Was die vom Leser vermutete gegen Null tendierende Wahrscheinlichkeit einer solchen angeht, widerspreche ich nicht, sondern lege sie auf dasselbe Niveau wie die, dass wir eine nennenswerte Eindämmung der klimatischen Veränderungen realisiert bekommen. "Schaun wir mal, dann sehen wir schon" würde der Franzl sagen ^^.