es fällt in der tat schwer, mit bestimmten parteien umzugehen und eine klare meinung zu bilden. da sind zum einen die journalisten, die in gesprächen mit einer der spitzen einer partei zu dritt auf sie einprügeln, und der vertreter dieser partei bleibt im gegensatz zu "den anderen" gelassen. letztlich bleibt bei mir hängen, dass er eine bessere figur abgegeben hat als die anderen.
da sind die plakate einer partei, die über eine fröhliche jugend erzählen mit niveau und humor. was soll man tatsächlich gegen ein mädchen in tracht, das fröhlich lacht, sagen? es gibt ein leben wieder, das ich jungen menschen wünsche. und ich bin mir sicher: das kommt an.
nahezu 50% der wähler sind in manchen gegenden mittlerweile der meinung dieser partei führungsverantwortung zuzuteilen. die frage ist somit nicht, was man gegen diese partei tun sollte, ob man sie verbieten sollte. die frage ist: was können wir ändern, damit wir diese 50% abholen und - ja - integrieren. ignorieren, wie das immer noch der fall ist, kann man die hälfte der bevölkerung nicht. die "anderen" machen eine menge falsch. nicht umsonst geben sich bestimmte gruppen den alias "identitär". sie stehen für etwas, das muss man ihnen lassen. wofür stehen die anderen, wofür stehen "wir"?
einfach scheint es zu werden, wenn begriffe wie "speerspitze" verwendet werden. der damit implizit verwendete nationalistische militarismus wird von großen teilen der bevölkerung glücklicherweise immer noch abgelehnt. aber was daran auffällt, ist, dass es die immer selben ausschnitte aus reden sind, die von den öffentlich rechtlichen gezeigt werden. ich würde es mir wünschen, aber das wird nicht funktionieren. interessant ist auch, wie eine der führungskräfte umschalten kann bei vorträgen von einem gesicht das ekel und überheblichkeit ausdrückt anderen gegenüber hin zu einem verschmitzten lachen, wenn diese person einen einwurf der zuhörer als interessant einstuft. in diesem moment fragt man sich: ist das noch dieselbe person? und man macht sich wieder einmal bewußt, dass dort eine hochintelligente frau am podium steht, die alles bewußt steuert. und scheinbar verursacht der gezeigte ekel den anderen gegenüber zuspruch bei den eigenen leuten.nun, ich bin gespannt wie es weitergehen wird. es ist etwas in bewegung. angst zu haben ist nicht das, was ich empfinde. aber tatsächlich befürchte ich, dass es mehr und mehr zu sich einigelnden staaten kommen wird und die menschlichkeit auf dem globus bleibt auf der strecke. niemand hat aufgrund der stelle seiner geburt anspruch auf mehr ressourcen als andere.
vereinzelt kann ich bei totgeglaubten tendenzen feststellen, die den richtigen weg wiedergeben könnten. "erneute hinwendung zu den arbeitern" halte ich für ein richtiges signal. weiter so! was dagegen völliger unsinn ist, ist sich darüber aufzuregen, dass vereinzelt jobs an familienmitglieder vergeben werden, wenn man dazu in der lage ist. würde ich auch tun, sie nicht? noch größerer unfug ist es, sich über eine "work life balance" aufzuregen. würde ihnen auch gut tun, herr kanzler. ich befürchte, ihre familie ist da meiner ansicht. aber ein ehemaliger black-rock-junkie ist da möglicherweise gar nicht in der lage zu. ^^