0 50jahre
1_Wind
2 Morgen
3 Sim
4 Und da
5 Komplexe
6 Lügen
7 Deppen
8 Rand
9 Links
10_Schwer
11_Gast
12_Truth
Wind und Wasser sind Elemente die mich einerseits begeistern, andererseits ängstigen.
Sie sind einerseits direkte Folgen der mächtigen Sonne, andererseits das, was das Leben ausmacht.
Das Leben wie wir es kennen zumindest.
Wind und Wasser sind auch - genau genommen - die Elemente, die energetisch als Quelle
und als Speicher dienen können. Ohne jegliche Auswirkungen, die nicht nachhaltig wären.
Zumindest in unserem Mikrokosmos betrachtet, denn natürlich entnehmen wir auch durch Rotoren
Energie, aber bis das einen nennenswerten Effekt erreicht hat, verzeichnen wir ganz andere Probleme.
Klar sind sicherlich manche Tiere (und auch Menschen) irritiert durch Rotoren und Lärm, aber
wie schon Hermann Hesse im Steppenwolf bemerkte, "wir sind aus der Natur herausgefallen und
hängen im Leeren", und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Der vollständige Weg zurück
würde implizieren, dass wir auf sämtliche Errungenschaften der Moderne und der Technik
verzichten müssten, und dazu sind wir gar nicht mehr in der Lage. Allerdings sollten wir
die daraus entstehenden Freiräume für anderes nutzen als immer noch Jagd auf Artgenossen
und vermeintliche Rivalen zu betreiben, Revierkämpfe zu vollziehen oder Vernichtungskämpfe
gegenüber ganzen Völkern oder Gemeinschaften zu praktizieren. Die Tatsache, dass die
Mathematik mittlerweile als Formalwissenschaft angesehen wird und weniger von Philosophen
betrieben wird, mag ein Zeichen der Entwicklung sein hin zur kalten und geistfreien Welt.
Ja, ich finde, die Stürme nehmen zu. Und obwohl ich keineswegs zu esoterischen Gedanken
neige (um es möglichst neutral auszudrücken), halte ich das für einen Hinweis darauf,
dass so allmählich "etwas abgeht". Mittlerweile spricht man davon, dass die jährlich
auftretenden verheerenden (man halte einen Moment inne und reflektiere die Etymologie)
Waldbrände einen nennenswerten Anteil am steigenden CO2 Gehalt der Atmosphäre haben.
Es kippt! Und statt uns vereint damit zu beschäftigen, vernichten Despoten Mensch und Umwelt,
tagen Säle voller Politiker mit Ergebnissen die an "Elefant kreißt und gebiert Maus" erinnern.
In Deutschland wird geschätzt knapp jeder sechste im öffentlichen Dienst samt davon abhängigen
Dienstleistern und Firmen beschäftigt. Das sind knapp 15% aller Arbeitnehmer. Der geschätzte Anteil
der reinen Rentner (ohne Pensionäre) an der arbeitenden Bevölkerung (inklusive Pensionäre)
beträgt etwa 7%. Das entscheidende Problem unserer Systemlast besteht also nicht darin, dass
wir immer mehr Rentner haben, sondern dass unsere Verwaltung explodiert. Das nur am Rande.
Früher durfte man einen solchen Denkansatz "quer" nennen, das ist leider von Abdriftigen
und ewig Gestrigen besetzt worden. Aber ist ja auch egal, wie man es nennt, nicht egal ist,
dass man sich mit Dingen beschäftigt, die nicht den größten Erfolg versprechen. Aber wen
wunderts: Man sägte ja am eigenen Ast.
(tbc)